Alles Gute Astad Deboo!

Im Juli wird der bekannte indische Tänzer Astad Deboo 71 Jahre alt und zu seinem Geburtstag haben sich einige Prominente der indischen Tanzszene angesagt. Deboo gilt als eine der Ikonen des indischen Tanzes, vor allem der klassischen Tänze Kathak und Kathakali. Er gilt aber auch als einer der Pioniere, was den modernen indischen Tanz betrifft.

Deboo hat nicht nur in Indien gewirkt sondern auch mit Künstlern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet, und anderem mit der Gruppe Pink Floyd. Er wuchs erst in der Stadt Kalkutta auf, bevor die Familie nach Jamshedpur zog. Dort begann der sechsjährige Astad schon den Kathak-Tanz zu lernen. Sein Vater arbeitet bei Tata Stahl, seine Mutter war Hausfrau, die sich um ihn und seine beiden Schwestern kümmerte.

Image result for Podar College in MumbaiReise durch Europa bis nach Amerika

Das Tanzen erlernte er in der Loyola Schule, von der er 1964 abging um am Podar College in Mumbai weiter zu studierten. Während seines Studiums sah er einen Auftritt einer amerikanischen Tanzgruppe, die zeitgenössischen Tanz aufführte und es heißt, dies habe ihn nachhaltig geprägt. Er machte sich auf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten selbst zu erkunden, landete 1974 per Schiff erst in Europa, und reiste von dort aus nach New York. Auf seiner Reise studierte er in Tanzakademien in London, aber auch in Deutschland mit Pina Bausch von er Wuppertaler Tanzakademie. Nach seiner Rückkehr nach Indien 1977 erlernte er außerdem den Kathakali-Tanz.

In den 80er Jahren begann er internationale Kooperationen, unter anderem schuf er die Choreografie für die Prima Ballerina des Bolschoi Theaters, traf sich aber auch mit den Musikern von Pink Floyd in London und erneut mit Pina Bausch in Wuppertal.

Er reiste mit hörgeschädigten Kindern nach Australien und tanzte mit ihnen bei der Olympiade für Hörgeschädigte. Im Jahr 2004 choreographierte er einen indischen Film, Meenaxi: Tale of Three Cities des Filmemachers und Malers Mr. F. Hussain.